Mit dem A340 zur Wolf’s Fang Runway in der Antarktis

Einmal wöchentlich fliegt die portugiesische Charterfluggesellschaft HiFly mit einer A340-300 vom südafrikanischen Kapstadt in die Antarktis zur Wolf’s Fang Runway. Hinter dem ganzen steckt das Unternehmen White Desert. Der Reiseveranstalter hat sich auf Luxusreisen zum kältesten Kontinent der Erde spezialisiert.

  • Flughafen Kapstadt bei 30°C Sommerwetter: Boarding der HiFly A340-300 9H-TQY für den Flug in die Antarktis

  • bekannte Kabine – der A340 flog früher bei Emirates

  • die Wolldecken für den passenden Komfort kommen von White Desert

  • kurz nach dem Start verlässt man den afrikanischen Kontinent. Die nächsten Stunden hat man nur den Südlichen Ozean unter sich

Angefangen hat alles im Jahr 2004. Der britische Weltrekordhalter im schnellsten Erreichen des Südpols CEO Patrick Woodhead geriet während eines weiteren Weltrekordversuchs im Inneren der Antarktis in einen Schneesturm und musste mehrere Tage ausharren. Dabei kam ihm der Gedanke, Touristen in diese beeindruckende Region der Erde zu bringen. Bereits ein Jahr später hatte der die dafür nötigen Genehmigungen des britischen Außenministeriums in der Tasche und führte seine erste Gruppe ins ewige Eis. Damals noch ganz spartanisch mit einfachen Zelten.

2012 wurde das Whichaway Camp als erste feste Unterkunft errichtet. Es befindet sich in der Schirmacher Oase, einem 25km langen eisfreien Plateau mit über 100 Süßwasserseen, Gletschern und Schmelzflüssen an der Küste des Kontinents. Für die Flüge in die Antarktis war Woodhead mit seinen Gästen bis 2016 auf die Russen angewiesen, die mit ihrer IL-76 regelmäßig von Kapstadt zur Nowolasarewskaja-Station flogen, um die dortige Forschungsstation zu versorgen. 2015 kamen Woodhead Gerüchte von einer alten nicht mehr genutzten Eislandebahn mit dem Namen „Blue One“ zu Ohren. Er konnte den Ort dieser tatsächlich ausfindig machen und beantragte beim britischen Außenministerium sofort die Genehmigung zu deren Ausbau und Nutzung. 2017 war sie fertig und Woodhead nannte sie Wolf’s Fang Runway. Der Name kommt von einem 1300m spitz aus dem Eis ragenden Felsen der Drygalski-Berge unweit der Landebahn, welcher wie der Eckzahn eines Wolfs (englisch Wolf’s Fang) aussieht. Die ersten Jahre wurde eine Gulfstream G550 genutzt, um die Gäste einzufliegen.

Im November 2021 startete die Partnerschaft mit HiFly. Der A340-300 ist seitdem das größte vierstrahlige kommerzielle Flugzeug, das je in der Antarktis gelandet ist. Bisher wurden mit der portugiesischen Airline über 40 Flüge zur Wolf’s Fang Runway durchgeführt. Zusammen hat man Betriebsverfahren für einen sicheren Flugbetrieb ins Eis erarbeitet. Zu Beginn des antarktischen Sommers im November, wenn zusätzliche Flüge mit Propellerflugzeugen zur Kaiserpinguinkolonie in der Akta Bay durchgeführt werden, kommt der A340 alle fünf Tage. Ab Dezember, wenn Flüge zum geografischen Südpol angeboten werden, alle sieben Tage. Der Airbus ist für die Sommermonate November bis Ende Februar komplett von White Desert gemietet. Der Reiseveranstalter beschäftigt zusätzlich sogar ein paar eigene Flugbegleiter/innen.

  • Abenddämmerung – doch die Sonne wird an diesem Tag nicht untergehen, denn man fliegt in den Polartag ein

  • nach etwa fünf Stunden, 30 Minuten vor der Landung, tauchen die ersten Eisberge im Südpolarmeer auf

  • die 30m hohe Schelfeiskante markiert den Beginn des antarktischen Kontinents

  • über dem blanken Eis und Schnee wird es schwierig, Konturen am Boden auszumachen. Dieses Problem haben auch die Piloten.

  • bereits vor der Landung ziehen die Passagiere ihre Polarausrüstung an

  • ein Anblick, den man wohl eher selten sieht

Fünfeinhalb Stunden dauert der Flug vom sommerlich warmen Kapstadt in die Antarktis. Viel zu tun gibt es für die Piloten während des Fluges nicht. Meist ist der A340 das einzige Flugzeug weit und breit und oft sogar das am südlichsten fliegende weltweit. Da ist kaum Funkverkehr auf der Frequenz.  Ab dem 60. südlichen Breitengrad kommt das TIBA (Traffic Information Broadcasts by Aircraft)-Verfahren zur Anwendung. Auf einer bestimmten Frequenz funken alle dort befindlichen Flugzeuge regelmäßig ihre Position durch, sodass die übrigen Piloten sich ein Bild vom Verkehr im Luftraum machen zu können. Fluglotsen haben hier keine Kontrolle mehr.

Ab dem 65. südlichen Breitengrad navigieren die Piloten nach den polaren Verfahren. Das heißt es wird nach True Heading, welches sich am geografischen Südpol orientiert, geflogen und nicht mehr wie im Rest der Welt nach Magnetic Heading, welches sich am magnetischen Südpol orientiert. Denn die beiden verschiedenen Pole liegen insgesamt 2860km voneinander entfernt. Würde man weiterhin nach Magnetic Heading fliegen, würde man nicht mehr dort ankommen wo man möchte. Eine halbe Stunde vor der Landung, wenn die ersten Eisberge im Meer auftauchen, bekommt die Crew Funkkontakt mit dem Team der Wolf’s Fang Runway. Nun müssen die Sichten stimmen und die Wolkenuntergrenze darf nicht unter 4000ft liegen. Zwar haben die Piloten seit zwei Stunden vor dem Abflug in Kapstadt halbstündlich das aktuelle Wetter übermittelt bekommen, aber das Wetter kann sich am kältesten Kontinent der Erde sehr schnell ändern. Wenn es nicht passt, kann eine gewisse Zeit Warteschleife geflogen werden. Aber wenn der Treibstoff zu knapp wird, muss der Airbus zurück nach Kapstadt. Andere Ausweichalternativen gibt es nicht. Zwar findet man in der Antarktis verteilt etwa 10 andere große Landebahnen, aber die würde man nur im allergrößten Notfall in Betracht ziehen.

Wenn das Wetter gut gemeldet ist, geht der A340 in den Sinkflug. Die sichere Mindestflughöhe (MSA) beträgt hier 7000ft, um das Terrain gefahrlos überfliegen zu können. 14,1 Meilen vor der Landebahn 17T (das T steht in den polaren Regionen für True Heading) befindet sich der GPS-basierte Wegpunkt WF17I. Dieser wird in 6900ft überflogen und weiter Kurs auf 175° gehalten. Ab dem Wegpunkt WF17F, 9,1 Meilen vor der Bahn, wird der Sinkflug in den Endanflug eingeleitet. Da die Eislandebahn auf einer Höhe von 3725ft (1135m) ist es bis zum Aufsetzen nicht mehr weit. Es gibt keinerlei Anflughilfen, die Landung erfolgt visuell per Hand. Da es kaum Referenzen am Eisboden gibt und sowohl die barometrischen Höhenmesser wegen der Kälte als auch der Radiohöhenmesser aufgrund der Reflexion des Eises ungenaue Werte liefern, ist es für die Piloten immer etwas schwierig, die Höhe einzuschätzen.

  • unmittelbar vor der Landung tauchen die Drygalski-Berge in der Ferne auf

  • Landung auf der Blaueisbahn der Wolf’s Fang Runway nach fünfeinhalb Stunden Flug

  • majestätisch rag der „Wolf’s Fang“ aus dem Eis – es ist der Namensgeber der Landebahn

  • nach 2000m kommt die erste Wendebucht. Die erwischt der A340 fast immer

  • Backtrack zurück zum „Vorfeld“

  • das Feuerwehrauto begleitet den Airbus nach der Landung

  • trotz des Gewichtes des A340 sinkt dieser nicht ein. Lediglich die Schneeschicht über dem Eis wurde abgetragen

  • seit kurzem gibt es auf der Wolf’s Fang Runway sogar eine Bahnbefeuerung

Fünfeinhalb Stunden nach dem Start in Kapstadt ist der A340 gelandet. Die Wolf’s Fang Runway hat internationale Maße. Sie ist 3000m lang und 60m breit. Notfalls stünden den Piloten sogar 150m Breite zur Verfügung. Markierungen gibt es nicht, lediglich Fahnenstangen mit roten Planen an deren Begrenzungen sowie aufgestellte Scheinwerfer. Das ganze befindet sich auf 1400m dickem Gletschereis. Genau gesagt ist es Blaueis. Das ist ein Gletschereis, welches sich durch umgebende Berge nicht schnell bewegen kann und dadurch keine Gletscherspalten und Lufteinschlüsse aufweist. Ideal für den Ort einer Landebahn für schwere Jets. Allerdings ist es nicht einfach, so eine Piste zu pflegen. Vor jeder einzelnen Landung fahren Pistenraupen 22 Stunden lang auf und ab und präparieren diese. Mit den Schaufeln werden Rillen ins Eis geschabt. Diese geben den Flugzeugrädern die nötige Griffigkeit. Ist die Außentemperatur wärmer als -6°C, kann nicht mehr gelandet werden. Denn dann ist das Eis zu matschig und die Bremswirkung lässt rapide nach. Jedes Jahr bewegt sich das Eis mit der Landebahn um 24m nach Norden in Richtung Küste. Daher muss sie jedes Jahr zu Saisonbeginn wieder an den Ursprungsort zurückverlegt werden.

Nach 2000m gibt es eine Wendebucht. Im Schritttempo rollte der A340 zurück zum Anfang der Bahn, wo sich das 200x150m große Vorfeld befindet. Begleitet wird er von einem der beiden Feuerwehrfahrzeuge, die Notfallausrüstung und Schaum als Löschmittel dabei haben. Auf dem Vorfeld werden Triebwerk zwei, drei und vier abgeschaltet. Das linke äußere Nr. 1 läuft zusammen mit der APU die komplette Bodenzeit über weiter. Denn würde die APU ausfallen, stünde kein Strom mehr zum Starten der Triebwerke zur Verfügung und der A340 würde in der Antarktis festsitzen. Eine Pistenraupe bringt die Passagiertreppe – natürlich auf Schneekufen, wie auch alles andere. Dann beginnt für die Gäste der einwöchige Aufenthalt in der Antarktis. Oder aber auch nur ein Tagesausflug mit drei bis vier Stunden auf dem Eis. Je nach Budget. Für die längeren Aufenthalte stehen das Whichaway Camp, 130km / 30 Flugminuten mit der Basler BT-67 oder Twin Otter entfernt an der Küste gelegen, zur Verfügung, oder die beiden Camps Echo und Wolf’s Fang unweit der Landebahn.

  • die Bodencrew wartet bereits auf dem Vorfeld

  • das Vorfeld misst 200 x 150m

  • alles kommt auf Kufen

  • es ist kurz vor Mitternacht – die Sommersonne steht nur etwa 5° über dem Horizont. Tiefer wird sie allerdings nicht mehr sinken.

  • auf dem Eis ist alles Handarbeit, kein leichter Job

  • erste Selfies für die Gäste nach dem Aussteigen

  • ein zweites Feuerwehrauto

  • der Wolf’s Fang im Mitternachtslicht

  • an diesem Abend landet sogar noch ein zweites Flugzeug – eine private Global 7500. Sie war dem A340 von Kapstadt aus mit einer halben Stunde Abstand gefolgt und holt den Besitzer von seinem Antarktis-Urlaub ab

Das Whichaway Camp besteht aus sechs beheizten Polarkapseln und bietet sogar eine Sauna. Das Echo Camp kann bis zu 12 Personen beherbergen. Dessen „Sky Pods“ wurden nach Inspirationen von Astronauten und Star Wars designt. Wahrlich fühlt man sich hier wie auf einem anderen Planeten. Das Wolf’s Fang Camp ist etwas schlichter, aber dennoch Luxus. Es bietet sechs beheizte Schlafzelte mit eigenen Waschräumen. Alternativ werden noch Flüge zur Pinguinkolonie in der Akta Bay an der Küste mit einer Flugzeit von zweieinhalb Stunden und Flüge zum geografischen Südpol angeboten. Letzterer ist 2040km oder satte sieben Flugstunden entfernt. Für die innerantarktischen Flüge kommen zwei Basler BT-67 und eine DHC-6 Twin Otter zum Einsatz. Diese gehören ALCI Aviation, werden aber hauptsächlich von White Desert genutzt. Daher tragen sie auch die Lackierung des Reiseveranstalters. Die Turboprops starten vom Skiway, einer Schneepiste für Schneekufen, direkt neben der Wolf’s Fang Runway.

Die Tagesausflügler erwartet die Besichtigung einer Gletscherspalte im Eis mit Steigeisen, eine Schneemobilfahrt, Abseilen an der Eiswand und eine Wanderung auf einen der Aussichtsberge. Eins ist sicher: die Zeit vergeht wie im Flug. Da nur eine Flugcrew an Bord ist und der Hin- und Rückflug bereits 11 Stunden in Anspruch nimmt, kann der Airbus nicht länger als drei bis vier Stunden auf dem Boden bleiben. Nicht viel Zeit für die Tagesgäste, aber dennoch reichlich, um einen ersten Eindruck vom Inneren der Antarktis zu bekommen.

  • Campen im ewigen Eis

  • der „Kühlschrank“ des Wolf’s Fang Camps. Hier ist es nicht das Problem, die Lebensmittel kühl zu halten, sondern dass sie nicht zu tief gefrieren…

  • Backtrack der Global 7500 zur Parkfläche vor einer gigantischen Kulisse

  • der „Wolf’s Fang“ ist 2931m hoch und nur die letzten 1500m ragen aus dem Eis heraus

  • eine von zwei in der Antarktis für White Desert operierende Basler BT-67

  • der Autor vor den Propellerflugzeugen – natürlich mit AFM-Anhänger!

  • Abstieg in eine Gletscherspalte mit Steigeisen

  • faszinierende Eiskristalle in der Spalte

  • einsamer langer Schatten in der Mitternachtssonne

  • zwei Bastler BT-67 von ALCI Aviation operieren während der antarktischen Sommersaison exklusiv für White Desert und sind dementsprechend lackiert

  • auch eine Twin Otter fliegt für White Desert

  • Blick auf den Beginn der Wolf’s Fang Runway

  • während des gesamten 3-4 Stunden dauernden Aufenthalts im Eis läuft das linke äußere Triebwerk durch, als Absicherung, falls die APU ausfallen sollte

  • unterwegs mit dem Snowmobil

Auch die Preise sind nicht billig. Aber wenn man sich die ganze Logistik und den Aufwand für die Antarktisreisen anschaut, leuchtet ein, dass so etwas nicht billig sein kann. Jedes Jahr Ende Oktober, also zum antarktischen Frühling, trifft ein Team von 25 Personen mit einer Basler BT-67 im Gebiet der Wolf’s Fang Runway ein. 10-14 Tage dauert es, bis sie die Landebahn hergerichtet und betriebsbereit gemacht haben. Zudem werden sämtliche Fahrzeuge, Einrichtungen und Camps aus dem gesicherten Überwinterungsplatz geholt und wieder aufgebaut. Nur das Whichaway Camp bleibt Sommer wie Winter an seinem Platz, da es fest im Felsuntergrund verankert ist. Ab November kommt dann HiFly regelmäßig mit dem A340 und bringt Nachschub an Versorgungsgütern und auch Treibstoff, welcher von den Tragflächentanks abgepumpt werden kann. Das Groß an Nachschub kommt allerdings per Schiff. Dieses startet Anfang Dezember in Kapstadt und trifft nach einem Monat Fahrtzeit an der Abbruchkante des Schelfeises ein. Mit einem Kran werden die Güter 30m hoch aufs Eis gehievt und dann per Pistenraupe zur Wolf’s Fang Runway gezogen. Zwar ist diese nur 120km Luftlinie von der Küste entfernt, doch aufgrund von Gletscherspalten kann nicht der direkte Weg genommen werden. Mittels Bodenradar wird der sicherste Weg gesucht und so legen die Fahrzeuge bis zu 700km zurück. Ein bis zwei Wochen dauert die Fahrt. Der Nachschub vom Schiff ist dann hauptsächlich schon für die nächste Saison.

Seit 2007 ist White Desert klimaneutral. Das Unternehmen ist auch der erste antarktische Betreiber von nachhaltigem Flugtreibstoff (Sustainable Aviation Fuel SAF). Dieser wird ab und an in den Basler BT-67 verwendet. In Zukunft sollen alle innerantarktischen Flüge damit betrieben werden. Auch die Bodenfahrzeuge sollen bald nachhaltigen Sprit verwenden. Nur im A340 ist das nicht möglich. Zu groß sind die Auflagen und Vorschriften. Außerdem ist SAF noch nicht in ausreichender Menge verfügbar.

Zusätzlich setzt sich White Desert auch aktiv für den Umweltschutz ein und ist Mitglied der „International Association of Antarctica Tour Operators“ (IIATO), die einen sicheren und umweltverträglichen privaten Tourismus in die Antarktis fördert und praktiziert. Jährlich kommen um die 120.500 Touristen in die Antarktis. Die meisten mit Kreuzfahrtschiffen. 500 von ihnen werden mit dem Flugzeug eingeflogen. 300 davon entfallen auf White Desert und HiFly. Doch es werden nicht nur Urlauber befördert, sondern auch Wissenschaftler. White Desert fördert die Wissenschaft, indem sie Forschern Mitfluggelegenheiten in die Antarktis bieten, um zu den verschiedenen Forschungsstationen zu kommen. Pro Saison werden um die 150 von ihnen befördert.

  • Champagner und heiße Schokolade im Zelt vor dem Abseilen an der Eiswand oder einer Bergwanderung

  • die Tagesgäste können auswählen zwischen Abseilen an der Eiswand …

  • … und einer Wanderung auf einen der Nunataks – einen aus dem Eis herausragenden Berg

  • man kann sogar Schneesturmvögel sehen, die hier weit im Landesinneren brüten

  • Weitblick – in der Ferne kann man die Eislandebahn als weißen Strich erkennen

  • Blick auf das Echo Camp

  • ein Blick zurück zum A340 auf dem Eis

  • ein gigantisches Panorama breitet sich vor den Bergwanderern aus

  • Transportmittel in der Antarktis

  • die „Sky Pods“ des Echo Camps wurden nach Inspirationen von Astronauten und Star Wars gestaltet

Wachsen möchte White Desert in der Zukunft nicht mehr unbedingt. Es soll weiterhin ein Luxus sein, hier Urlaub machen zu dürfen und man wolle auch den menschlichen Fußabdruck in der Antarktis so gering wie möglich halten.

Nach drei bis vier Stunden auf dem Eis lassen die Piloten die ruhenden drei Triebwerke wieder an und für die Tagesausflügler ist es Zeit, sich von der Antarktis zu verabschieden. Gute fünf Stunden später werden sie wieder zurück in Kapstadt in der afrikanischen Sommerhitze sein. Für sie wird es eine einmalige Gelegenheit gewesen sein, den kältesten Kontinent der Erde kennenzulernen. Für die Crew und der Airbus allerdings ist es Alltag. Sie werden schon wenige Tage später wieder aufbrechen, um neue Gäste und Forscher ins ewige Eis zu bringen.

  • sowohl das Vorfeld als auch die Landebahn befinden sich auf Blaueis

 

  • der Rückflug in den Sommer nach Kapstadt dauert wieder fünfeinhalb Stunden

  • ein letzter Blick auf die Drygalski-Berge nach dem Abheben

  • zwischen den Triebwerken kann man die Wolf’s Fang Runway als Strich im Eis erkennen. In der Bildmitte das Wolf’s Fang Camp sowie knapp links davon die von oben nach unten verlaufende kurze Schneepiste für die Basler BT-67 und Twin Otter

  • Frühstück auf dem Rückflug

  • die Flugbegleiter von White Desert haben eigene Uniformen, angepasst an die Kälte des weißen Kontinents

  • Flug 3L 802 aus der Antarktis ist am Vormittag wieder in Kapstadt gelandet

Ein ausführlicher Artikel über White Desert und den Flug in die Antarktis ist in der Aero International 09/25 sowie online erschienen.